Kennt ihr das Gefühl, wenn abends die To Do Liste komplett abgearbeitet ist und man einfach glücklich und zufrieden und ohne schlechtes Gewissen Netflix anschmeißen kann? Ich auch nicht 😀 Natürlich mache auch ich irgendwann einen Cut und lasse To Dos eben To Dos sein, aber ich habe es trotzdem die ganze Zeit im Hinterkopf. Abschalten fällt mir da ganz schwer und im schlimmsten Fall, der leider nichtmal so selten vorkommt, bin ich mit mir selbst unzufrieden. Weil ich die To Do Liste nicht geschafft habe – man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen.

Dass das nicht so bleiben kann, habe ich relativ schnell begriffen – man kann sich ja auch selbst unnötig unter Druck setzen. Ich habe lange überlegt, was ich verändern muss und bin auf folgende zwei Punkte gekommen: meine innere Einstellung, aber auch meine Herangehensweise an Aufgaben.

Noch bin ich nicht ganz da angelangt, wo ich gerne hin möchte, aber ich denke, dass ich auf einem ziemlich guten Weg bin. Da ich sehr gemerkt habe, wie viel diese kleinen Veränderungen bewirkt haben, möchte ich gerne meine liebsten Tipps für mehr Produktivität mit euch teilen. Die meisten sind sogar universell einsetzbar. Also ganz egal ob man Schüler oder Student ist und für eine Prüfung lernt, ob man selbstständig ist und im Homeoffice arbeitet oder ob man einfach nur seinen Haushalt im Gleichgewicht halten möchte. Im Prinzip sind das ja alles Dinge, für die man ab und an einen kleinen Schubs braucht 🙂

Meine Tipps für mehr Produktivität: Die Vorbereitung

Schon bevor man sich seiner Aufgabe annimmt, kann man einige Vorkehrungen treffen, die einem den folgenden Teil ungemein erleichtern können. Ich habe das früher ehrlich gesagt unterschätzt, wie viel diese paar Minuten Vorbereitung doch ausmachen können.

Sorge dafür, dass du deine Aufgabe zumindest ein bisschen gerne machst

Ich weiß, manchen Dingen ist zunächst vielleicht nichts positives abzugewinnen. Wenn man sich die Situation schon nicht schön reden kann (was auch oft funktioniert), dann hilft es mir tatsächlich, sich das ganze ein bisschen schöner zu gestalten. Das funktioniert genauso wie das Prinzip mit den neuen Sportklamotten, damit man wieder motiviert dabei ist. Je nachdem, was eure Aufgabe ist, kann das unterschiedlich aussehen. Wenn man an den Schreibtisch gefesselt ist, dann wären vielleicht eine Tasse Cappuccino und leckere Kekse eine Idee? Oder du besorgst vorher noch schöne Schreibutensilien –  das ist mein Lieblingspart 🙂


Beseitige Störfaktoren und treffe letzte Vorbereitungen

Damit du konzentriert und produktiv arbeiten kannst, solltest du Ruhe haben und gedanklich frei sein. Gibt es vielleicht noch etwas wichtiges, das dringend vorher erledigt werden muss? Hast du alles bereit liegen, was du brauchst? Achte darauf, dass auch dein Arbeitsplatz Ruhe und Ordnung ausstrahlt, so fällt es dir leichter, fokussiert zu beiben. Schaffe dir eine schöne Atmosphäre, in der du dich gerne aufhältst.


Setze dir realistische Ziele

Wisst ihr, wie ich früher To Do Listen geschrieben habe? Einfach alles, was mir eingefallen ist, auf ein DIN A4 Blockblatt. Klar habe ich mir nicht Immer vorgenommen, das ganze auch an diesem Tag zu erledigen, aber unbewusst hat mich diese riesige Liste sicher auch entmutigt und blockiert. Mittlerweile setze ich darauf, das ganze auf mehrere Tage zu verteilen und mir eher ein bisschen zu wenig vorzunehmen. Denn so erreiche ich meine Ziele so gut wie immer (dank der Planung auch rechtzeitig) und manchmal schaffe ich sogar noch 1-2 To Dos vom Folgetag.

Meine Tipps für mehr Produktivität: Währenddessen

Wenn dann die eigentliche Arbeit los geht, ist das sicher die größte Herausforderung für deinen Plan der Produktivität. So ist das zumindest bei mir, aber ich verrate dir direkt meinen Lieblingstipp.

Setze auf kurze, intensive Phasen

Ich bin ein großer Fan davon, für zehn Minuten den Kopf bzw. den inneren Schweinehund abzuschalten und einfach, ohne das ganze zu bewerten, zu machen. Denn man schafft so viel in dieser kurzen Zeit! Ich stelle mir meistens einen Timer und konzentriere mich einfach nur auf die Aufgabe. Es ist ein kleines bisschen Zähne zusammen beißen, aber bringt einfach so viel mehr, als die doppelte Zeit nur halbherzig zu arbeiten. Am effektivsten finde ich diese Taktik übrigens tatsächlich beim Aufräumen – man kann sich sogar seine Lieblingsplaylist dazu anschmeißen und so ein „10 Min Clean“ jeden Abend macht einiges her.


Plane Meilensteine und nehme dir Pausen nehmen

Vielleicht gliederst du deinen Workflow so, dass du aktiv Pausen nach erledigten Punkten einplanst. So weißt du genau, was du schaffen musst, um die langersehnte Ruhephase zu bekommen und bist sicher motivierter und produktiver dabei. Achte darauf, dass du dir wirklich genügend Pausen nimmst – sei gut zu dir. Ich bin mir sicher du weißt, in welchem Rahmen Pausen okay sind und du musst dich nicht unnötig stressen.


Vermeide Ablenkung, höre aber auf dein Inneres

Ganz oft liest man „Tipps“, dass man das Handy außer Reichweite bringen soll, um nicht abgelenkt zu werden. Ganz falsch finde ich den Ansatz nicht, denn man sollte wirklich darauf achten, keine Störquellen in seiner unmittelbaren Umgebung zu haben. Allerdings funktioniert das bei mir so gut, wie wenn ich mir knallhart verbiete, Schokolade zu essen: ich will es nur noch mehr und denke ständig daran. Seltsamerweise kann ich mein Handy sogar ziemlich gut neben mir liegen haben, ohne es anzurühren. Bei vielen Dingen hat man irgendwann dann doch den inneren Wunsch, sie einfach weg zu bekommen und nicht unnötig Zeit zu verplempern. Was ich aber auch extrem wichtig finde ist, auf sein Inneres zu hören. Vor allem bei Kopfarbeit und wenn man seine Kreativität abrufen möchte, kann es sein, dass man manchmal einfach nicht weiter kommt. Und in solchen Momenten ist es dann finde ich völlig okay, mal zwei Minuten in Social Media abzutauchen, um den Kopf wieder frei zu bekommen oder um Inspirationen zu holen. Wichtig ist, dass man da eine Grenze kennt.

Meine Tipps für mehr Produktivität: nach getaner Arbeit

Wenn man alles geschafft hat, ist das natürlich das schönste Gefühl. Um für kommende Phasen, in denen Produktivität gefragt ist (und die zwangsläufig kommen werden), gewappnet zu sein, schadet für das eigene Selbstvertrauen eine gewisse Nachbereitung nicht.

Gönne dir eine Belohnung

Sofern du dir nicht schon von Anfang an eine bestimmte Belohnung versprochen hast, gönne dir nach getaner Arbeit etwas, auf das du jetzt im Moment richtig Lust hast! Das hast du dir schließlich auch verdient und du verknüpft die ganze vorangegangene Situation auf jeden Fall auch mit etwas Positivem.


Reflektiere deine Arbeitsphase – Was ist gut gelaufen?

Du kannst dir ja ganz kurz Gedanken machen, was du besonders gut gemacht hast. Wenn man mal so darüber nachdenkt, fallen einem oft Dinge ein, die man vielleicht für selbstverständlich hält, sie es aber gar nicht sind, sondern eine positive Eigenschaft von einem selbst. So ein Egoboost tut viel! Überlege außerdem vielleicht kurz, ob das, was du gemacht hast, nicht vielleicht doch ein bisschen Spaß gemacht hat oder ob es dir jetzt, wo es erledigt ist, nicht viel besser geht.


Sei nicht zu hart zu dir selbst

Wir alle wissen, dass man natürlich auch schlechte Tage haben kann, an denen es einfach nicht so läuft. Vielleicht bewegt einen etwas oder aber man ist einfach nicht in der gewohnten Bestform. So etwas kommt vor und muss nicht immer aufgeschlüsselt und erklärt werden. Nehm es hin, hake es ab und sei stolz auf dich, dass du dich überhaupt herangewagt hast. Man ist selbst sein härtester Kritiker

Ich hoffe, für den ein oder anderen ist vielleicht ein kleiner Aspekt in diesem Post dabei, den er für sich selbst nutzen kann 🙂 Der für mich effektivste Tipp ist tatsächlich das kurze Zähne-Zusammen-beißen-und-einfach-machen, gefolgt von einer schönen, motivierenden Arbeitsatmosphäre. Woran ich aktuell noch arbeite ist, nicht zu hart zu mir selbst zu sein. Das ist gar nicht so einfach, dürfte aber fast jeder von sich kennen.

Befolgt ihr noch andere Tricks, um produktiver zu sein? Ich würde mich freuen, wenn ihr sie mir verratet!

Julia

12 Comments on Meine Tipps für mehr Produktivität

  1. Die Besten Tipps perfekt zusammen gefasst. 🙂
    Mir fällt es immer besonders leicht an den von mir gesetzten Zielen zu arbeiten.
    Da kann ich dann auch echt stundenlang dran arbeiten und bin wirklich produktiv.
    Ich benutze dafür das Success Journal. Es hilft mir immer alles genau im Blick zu behalten 🙂

    Liebe Grüße,

    Julia

  2. Tolle Tipps und wunderschöne Fotos! Mir hilft es immer sehr, wenn ich neue motivierende Dinge habe. Kleine Sachen, wie ein schönes Notizbuch oder so etwas, helfen mir so sehr produktiv zu sein. Sonst denke ich auch gerne an das Gefühl, welches ich habe, wenn ich mit meiner Arbeit fertig geworden bin. Diese Zufriedenheit 🙂

    Liebe Grüße
    Kim 🙂
    https://softandlovelyx.blogspot.de/

  3. Tolle Tipps und wunderschöne Fotos! Mir hilft es immer sehr, wenn ich neue motivierende Dinge habe. Kleine Sachen, wie ein schönes Notizbuch oder so etwas, helfen mir so sehr produktiv zu sein. Sonst denke ich auch gerne an das Gefühl, welches ich habe, wenn ich mit meiner Arbeit fertig geworden bin. Diese Zufriedenheit. Alleine das bringt mich meistens doch dazu, aufzustehen und etwas zu tun 🙂

    Liebe Grüße
    Kim 🙂
    https://softandlovelyx.blogspot.de/

  4. Tolle Tipps und wunderschöne Fotos! Schöne Blöcke oder Notizen helfen mir immer sehr. Sonst denke ich auch gerne an das Gefühl, welches ich habe, wenn ich mit meiner Arbeit fertig geworden bin. Diese Zufriedenheit. Alleine das bringt mich meistens doch dazu, aufzustehen und etwas zu tun 🙂

    Liebe Grüße
    Kim 🙂
    https://softandlovelyx.blogspot.de/

  5. Ein toller Beitrag mit vielen tollen Tipps! So schöne Notizblöcke und bunte Stiften können auch immer richtig helfen, aber ich hab echt immer das Problem, dass ich mich zu leicht ablenken lasse 😀

  6. Tipps für Produktivität kann ich immer super gebrauchen, daran hapert es bei mir nämlich zur Zeit. 😀 Liegt vielleicht auch daran, dass Semesterferien sind, aber naja, man hat ja doch einiges auf der To-do Liste, dass man nicht ewig schieben möchte oder kann. 🙂
    Liebe Grüße,
    Maike
    nightmaresfairytales.blogspot.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.